Von: Leopold Kogler
Fideles Kellertheater
NÖN, 8. 2. 2011 - PREMIERE / Der Haager Theaterkeller bietet amüsante Unterhaltung mit „Ein Bett voller Gäste“. Begeisterung bei der Premiere.

Produktionsleiterin Ingrid Buchner und Regisseur Daniel Pascal (Bild rechts) beim Finale des Stückes „Ein Bett voller Gäste“ mit dem erfolgreichen Theaterteam und den Schauspielern: Josef Forster, Daniela Dorfmayr, Christian Scharrer, Michael Zintl-Rehburg, Irmi Gruber, Wolfgang Kettner und Birgit Koch. Foto: FUCHS
HAAG / Sympathisch ist, was Regisseur Daniel Pascal im Theaterkeller Haag dieses Jahr in Szene gesetzt hat. Mit Witz und Ironie lässt er das Durcheinander in einem heruntergekommenen Hotel im schon wieder hübschen Bühnenbild (Edith und Hans Hengst) spielen, achtet dabei besonders auf die Dialoge und die Personenführung und setzt hie und da gekonnte Gags. Es gelingt vom ersten Moment an, die frivole Geschichte „Ein Bett voller Gäste“ in Balance zu halten, zwischen Slapstick und Komödie.
Im Zentrum stehen die Darsteller, die mit guter Diktion und apartem Spiel, mit sprachlichem Kauderwelsch und aparter Körpersprache den Abend gut in Händen halten. Eine ideale Besetzung ist Wolfgang Kettner, der als geiziger Vertreter für Kekse überzeugt. Chefportier Karak, verkörpert von Josef Forster, der auch beim „Sommernachtstraum“ am Stadtplatz mitwirken wird, glänzt durch hohe Präsenz. Äußerst fein auch die Damenriege, Daniela Dorfmayr als Brenda Parker, die müde englische Ehefrau, Irmi Gruber als Gattin des Keks-Vertreters und Birgit Koch als Geliebte des Vertreters. Michael Zintl-Reburg mimt gekonnt den schrulligen Hoteldirektor und Christian Scharrer den Ehemann von Brenda, der einen trotz vieler Enttäuschungen lebensfrohen Charakter behält und gutes Spiel zur bösen Geschichte liefert.
Ein gelungenes Kellertheater, kreuzfidel und das dem Publikum viel Applaus wert war.