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Mittwoch, 29. Jänner 2003 19:04
Kategorie: Wochenzeitung

Beim "Nackten Wahnsinn" ist die Hölle los

Perger, 29. 1. 2003, Seite 1 und 48 THEATER: Eine weitere spektakuläe Glanzleistung des Haager Theaterkeller-Teams.

Komödie: Geniale Meisterin-
szenierung. Theaterstück mit Tücken.

STADT HAAG. Mit "Der nackte Wahnsinn" macht das Team des Haager Theaterkellers seinem Ruhm alle Ehre. Die Komödie von Michael Frayn zeigt eine britische Schauspieltruppe, die ihren Regisseur - gespieIt von Michael Kuttnig - mit Tolpatschigkeit, Pannen und verlorenen Kontaktlinsen zur Verzweiflung treibt. Private Amouren und Eifersüchteleien machen die Sache nicht einfacher. Bei der 134. Aufführung geht es drunter und drüber, da hilft nur noch improvisieren auf Teufel komm raus.

Rasante Inszenierung

Das Stück kommt derart rasant über die Bühne, dass Monty Python im Vergleich dazu fast elegisch anmutet. In der Inszenierung, die die Handschrift von Regisseur Daniel Pascal trägt, stimmt einfach alles. Die DarstellerInnen laufen zur Höchstform auf und

präsentieren dieses nicht gerade einfach zu spielende Stück auf unglaublich witzige und mitreißende Weise. Genial ist auch die Bühnengestaltung von Edith und Hans Hengst. Für das Publikum bedeutet das Stück zwei Stunden nonstop lachen.

Bei der Premiere nutzte auch der neue Intendant des Haager Theatersommers - Adi Hirschal - die Gelegenheit, und stellte sich dem Publikum vor. Unter der Regie von Dominik Wilgenbus kommt heuer "Amadeus" auf den Haager Stadtplatz.

Wem der Sinn nach einem unbeschwerten, nieveauvollen Theaterabend und zwei Stunden nonstop Lachen ist, dem kann "Der nackte Wahnsinn" des Haager Theaterkelles empfohlen werden. Meisterhaft und temporeich inszeniert sowie in unglaublich überzeugender Darstellung bringt das Theaterkeller-Team die Komödie von Michael Frayn auf die Bühne.