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Donnerstag, 10. Februar 2005 14:45
Kategorie: Wochenzeitung
Von: Norbert Mottas

Komödienklassiker, exzellent umgesetzt

Tips 6. Woche 2005, Seite 5 HAAG. Langen und von Begeisterung zeugenden Applaus gab es nach der Premiere von „Othello darf nicht platzen" im Haager Theaterkeller.

Startenor und Nachwuchstalent im Duett: Wolfgang Kettner und Michael Kuttnig

Michael Kuttnig als Ersatz-Othello, Paul Hofmann als Theaterdirektor, Antje Marta Schäffer und Martin Dreiling als Fans.
Fotos: Norbert Mottas

Wer den Haager Theaterkeller besucht, darf hohes Niveau und großen Spaß erwarten. Dies traf bei der Premiere von „Othello darf nicht platzen" voll und ganz zu.

Von Regisseur Klaus Haberl schwungvoll und rasant inszeniert, konnten die SchauspielerInnen alle Register ihrer Ausdrucksvielfalt ziehen:

Paul Hofmann als Theaterdirektor am Rande eines Nervenzusammenbruchs, Michael Kuttnig als dessen rechte Hand, Antje Marta Schäffer, dessen Freundin und glühende Verehrerin des Startenors Tito Merelli (Wolfgang Kettner), Irmi Gruber als Tito Merellis resolute Frau, Isabella Klaus als karrieresüchtige Opernsängerin und Martin Dreiling als Page, Autogrammjäger und Opernliebhaber.

Verwechslungskomödie

Als Tito Merelli nach einem Ehekrach in todesähnliche Starre verfällt, muss rasch ein neuer Othello-Darsteller her. Plötzlich gibt es zwei Othellos mit schwarz geschminkten Gesichtern und Lockenperücke. Ein Reigen von Verwechslungen und aberwitzigen Szenen ist die Folge. Die Inszenierung verlangt den SchauspielerInnen ein hohes Maß an präzisem Timing und Flinkheit ab, was das Theaterkeller-Ensemble mit Bravour umzusetzen verstand.

Groß war die Begeisterung beim Premierenpublikum. Mit langem und intensivem Applaus dankte es dem Ensemble für zwei vergnügliche Stunden. Auch die Schauspieler zeigten sich nach der Premiere sichtlich zufrieden.