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Donnerstag, 17. Februar 2005 06:54
Kategorie: Wochenzeitung
Von: Kurt Daucher

Der Theaterkeller ist endlich fertiggestellt

Steyrer Rundschau Nr. 07, Do 17. Februar 2005, Seite 27 HAAG / Es klingt aufs erste Hinhören nicht ganz glaubwürdig, es ist dennoch wahr: Zehn Jahre nach seiner Eröffnung ist der Haager Theaterkeller endlich fertiggestellt. Seit kurzem nämlich verfügt das beliebte Kleinkunsthaus über eine fix und fertig eingerichtete Künstler-Garderobe. „Bisher haben wir da immer improvisieren müssen”, sagt Theaterkeller-Obmann Kurt Reitzinger, „die Künstler haben sich zwischen Schachteln und anderem Zeug umgezogen, das war eine bessere Abstellkammer.”

Genießen den Luxus einer Künstler-Garderobe und begeistern in "Othello darf nicht platzen": Wolfgang Kettner (als Startenor Tito Merelli, links) und Michael Kuttnig (als Assistent Max).

Die Garderobe befindet sich zwei Stockwerke über der Bühne, direkt neben dem Kartenbüro. Die ersten, die sie jetzt genießen dürfen, sind jene Schauspieler, die derzeit in der Eigenproduktion „Othello darf nicht platzen” mitwirken.

Womit wir bereits mitten im Jubiläumsjahr 2005 wären: „Othello darf nicht platzen” ist das große Geburtstagsgeschenk, das Reitzinger & Co dem Publikum machen. Und die Produktion kann sich wirklich sehen lassen. Michael Kuttnig, Martin Dreiling und einige hervorragende Schauspieler mehr spielen noch bis Anfang Mai eine rasante Komödie, die es wirklich in sich hat.

Es begann vor 15 Jahren

Zurück aber zur Geschichte des Theaterkellers: Diese ist untrennbar mit dem Namen Reitzinger verbunden, und sie ist um einiges älter als zehn Jahre. „Stimmt”, so Reitzinger, „begonnen hat esvor 15 Jahren. Damals hat der Martin Rockenschaub den Kulturverein gegründet. Ein Jahr später bin ich zur KIM-Theatergruppe gekommen.” Wobei er sich an seine Rolle im Schwank „Kein Auskommen mit dem Einkommen” gar nicht mehr so recht erinnern kann. Nur soviel: „Den Ranzinger habe ich gespielt, das war dem Bauern sein Nachbar.”

Vom Schauspieler sei der heute 42-Jährige dann - gemeinsam mit Roswitha Cisar - immer mehr zum Organisator geworden. Bis er eines Tages ins Linzer Kellertheater kam und von einer Idee angesprungen wurde: „So einen Keller haben wir ja auch in Haag!” In dem Gewölbe unterhalb vom Gasthaus Wagner hätten die ehrenamtlichen Kulturmacher immer ihr Faschings-Gschnas gefeiert. „Der Raum, das war damals aber wirklich nicht mehr als ein Bier- und Gemüsekeller. Da war nur ein Lehmboden drinnen.”