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Montag, 06. Februar 2006 23:00
Kategorie: Wochenzeitung
Von: Leopold Kogler

„Perle Anna” sorgt für Lacher im Theaterkeller

NÖN Woche 6, Seite 59 - KOMÖDIEN-PREMIERE / Laien brillierten im Haager Theaterkeller. Ein Besuch des turbulenten Bühnenspektakels „Die Perle Anna” lohnt sich auf jeden Fall.

Anfänglich lässt sich Haushälterin Anna (Irmi Gruber, rechts) ihre Verschwiegenheit von Hausherrin Claudine (die Amstettnerin Isabella Klaus) und Seitensprung Robert (Jakob Friedrich) bezahlen. Danach versucht sie aber, die Ehe ihrer Brötchengeber zu kitten.
FOTO: GERHARD SENGSTSCHMID

Ines Schiller als Catherine, der Waidhofner Ludwig Hauser als Bernard und eine überwältigende Irmi Gruber als „Perle Anna” strapazierten die Lachmuskeln der Besucher.
FOTO: GERHARD SENGSTSCHMID

HAAG / Die Camoletti-Komödie „Die Perle Anna" erlebte am Samstag im Haager Theaterkeller eine anrührende und überzeugende Premiere. Sie dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Publikumsrenner werden.

In der Ehe von Claudine und Bernard steht es nict zum Besten. Jeder der beiden will ungestört mit der neuen Liebschaft sein und so beginnt eine sehr turbulente Zeit. Die Haushälterin Anna wird zur Managerin der Ehekrise.

Haushälterin Anna als Managerin der Ehekrise

"Die Perle Anna" ist ein professionell konstruiertes Boulevard-Stück mit allen Ingredienzen, die das Ganze zum vergnüglichen Unterhaltungstheater ohne derbe Schenkelklopferei oder Ausrutscher unter die Gürtellinie machen: verstrickte Verliebtheiten, vorbereitete Heimlichkeiten, lustige Versprecher, rasante Wortduelle, witzige Konfrontationen, amüsante Verwechslungen. Die Schauspieler - insgesamt alle Hauptdarsteller - liefern überzeugende Leistungen und wissen vortrefflich mit diesem bunten Treiben umzugehen.

Eine flotte Komödie äußerst umsichtig in Szene gesetzt

Regisseur Uwe Lohr hat eine flotte, in den vielen hektischen Szenarien umsichtige Regie entworfen und streicht die jeweiligen Stärken der Darsteller heraus. Irmi Gruber in der Rolle der managenden Haushälterin cueckt auf bewundernswerte Weise in Sekundenbruchteilen ihre nicht leichten Krisenaufgaben. Ludwig Hauser als Bernard lässt all seine schauspielerischen Stückeln spielen - vom plötzlich zu Verreisenden bis zum nach Jüngeren Liebessüchtigen. Souverän auch Isabella Klaus als hin-undher-schwankende Ehegattin Claudine. Wirkungsvoll auch Ines Schiller als Catherine, die junge Angebetete und Jakob Friedrich als Robert, Boxer und sehnsüchtig auf die Liebesnacht Wartender. Edith und Hans Hengst haben eine gut funktionierende Bühne gebaut. Verdientermaßen: Tosender Applaus.