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Montag, 20. Jänner 2014 13:04
Von: Leopold Kogler

Herz am rechten Fleck

Interview / Leopold Kogler sprach mit Daniel Pascal. Er inszeniert im Theaterkeller Haag die höchst amüsante Boulevard-Komödie "Brave Diebe".

Daniel Pascal inszeniert die Komödie "Brave Diebe" im Theaterkeller Haag. Das Stück behandelt eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Kapital und Gaunerei.

STADT HAAG /NÖN: Sie inszenieren im Theaterkeller mit „Brave Diebe“ von Jack Popplewell eine amüsante Boulevard-Komödie. Sie wissen mit flotten Komödien gut umzugehen. Was ist ihr Ziel?
Daniel Pascal: Stücke dieser Art wollen natürlich vor allem einmal unterhalten. „Brave Diebe“ ist eine äußerst charmante Liebesgeschichte, die sich zwischen zwei ganz unterschiedlichen Charakteren, man möchte sogar meinen, gesellschaftlichen Schichten entwickelt. Eine Diebin und ein reicher Schnösel begegnen einander. Kapital trifft auf Gaunerei. Hier wird noch ganz ehrlich gestohlen! – Dieses entzückende Stück wirft wohl so ganz nebenbei die eine oder andere gute Frage auf: Wer ist denn hier richtig? Was heißt ehrlich, wer ist eigentlich brav? Sollte man ab und an vielleicht doch die Eigentumsfrage oder Verteilungsfrage neu stellen? Unsere Hauptdarstellerin Penelope hat jedenfalls wie Robin Hood das Herz am rechten Fleck.

Was fasziniert Sie persönlich an der Arbeit in Kellertheatern wie etwa hier in Haag?
Pascal: Ein schöner Vorteil von einem kleinen, intimen Kellertheater ist bestimmt die Möglichkeit, feine, leise Töne setzen zu können, ohne dass dies auf Kosten der Verständlichkeit gehen müsste. Haag zeichnet darüber ganz besonders aus, dass die Intimität des Hauses gottseidank auch auf die Atmosphäre im Ensemble Auswirkung zeigt: Hier ist alles hübsch beisammen und hält zusammen. Und so ist – zumeist – auch die Stimmung im Ensemble.

Können Sie die Schlüsselstellen des Stücks verraten und wo liegen für Sie die Garanten für eine unterhaltsame Produktion.
Pascal: Bei einem Krimi, und das ist „Brave Diebe“ natürlich auch zu einem großen Teil, darf man nie zu viel verraten. Insofern würde ich dem Publikum raten: Passen Sie gut auf und ganz besonders, wenn es plötzlich dunkel wird…