Im Gasthaus zum braven Soldaten

Im Gasthaus zum braven Soldaten
Foto © Tobias Stowasser
Freitag, 17.04.2026
Beginn 19:30 Uhr

Normalpreis: Euro 27,00
Schüler, Studenten, KIM-Mitglied: Euro 25,00

Gestatten, Schwejk, Josef.

Nachdem sein Freund, der Wirt Palivec, noch immer im Gefängnis schmachtet, springt der brave Soldat ein. Schließlich war er ja früher oft genug im Gasthaus beim Palivec zu Gast, das muss doch reichen, um einen guten Wirt abzugeben. Na, schaumamal, dann werma‘s sehn.

Und so ergreift der brave Soldat, der im zivilen Leben ein erfolgreicher Hundehändler ist, die Möglichkeit, vor immer neuem Publikum seine schier unglaublichen Geschichten zu erzählen. Unter anderem auch, dass er damals – also zur Zeit des ersten Weltkrieges - lieber „dumm“ als tot gewesen wäre. Denn seine amtlich immer wieder bestätigte geistige Beschränktheit hat ihm nicht nur mehrmals sein Leben gerettet, sondern auch hin und wieder Bequemlichkeiten eingebracht, von denen die anderen „gscheiten“ Soldaten nur träumen konnten. Solange sie konnten. Schwejk jedoch hat nicht nur dank seiner liebenswerten Einfältigkeit, sondern unbestritten auch dank seiner Bauernschläue die Gräuel dieser Zeit überlebt.

Über diese, seine Geschichten, kann Schwejk selbst immer wieder herzhaft lachen – wäre da nicht Frau Navratil, pensionierte Lehrerin und Stammgästin des besagten Wirtshauses. Diese wartet dort nun schon seit Jahren auf ihren Gatten – an dem Ort, an dem ebendieser vor seinem Einrücken möglicherweise mehr Zeit als bei ihr zu Hause verbracht hatte. Und Frau Navratil ist eine ernsthafte Person. Mit Zitaten aus Bertha von Suttners Buch „Die Waffen nieder“ und Fakten aus dem 1. Weltkrieg unterbricht sie gerne die amüsanten Erzählungen Schwejks. Doch die Liebe zu Hunden verbindet die beiden Protagonisten.

Eine Produktion des Theatervereins Il Salottino, frei nach Texten von Jaroslav Hasek
Buch, Produktionsleitung und Regie: Uschi Nocchieri (www.uschi-nocchieri.at)
Produktions- und Regieassistenz: Sabine Halbwirth
Bühnenbild: Hanno Frangenberg

MITWIRKENDE:
Josef Schwejk: Christoph Marcik (Waidhofner Volksbühne)
Frau Navratil: Sabine Halbwirth (Waidhofner Volksbühne)
Nemecky Ovcak: Nino Nocchieri

Musik: Karl Schaupp, Michael Grabner (Musik- und Kunstschule Waidhofen/Ybbstal)
Komposition: Karl Schaupp